Wie entsteht handgeschöpftes Büttenpapier?


Handgeschöpftes Büttenpapier ist eine besonders edle Papiersorte. Das Papier wird, wie der Name schon sagt, per Hand hergestellt. Die hohe Qualität ist fühlbar und veredelt jedes handgeschriebene Wort.

Österreichisches Handwerk

Das Herstellen von Büttenpapier hat in Österreich eine lange Tradition. Leider bestehen nur mehr wenige Betriebe, die Papier händisch in dieser hohen Qualität herstellen können. Das liegt einerseits an der aufwendigen Verarbeitung und andererseits an der benötigten jahrelangen Erfahrung jedes erfolgreichen Papierschöpfers. Ein optimal beschreibbares Büttenpapier wird in der österreichischen Papiermanufaktur HOBL + SOHN produziert. Die Handschreiberei durfte einen Blick hinter die Kulissen der Papierschöpferei werfen:

Papierschöpfen bei HOBL + SOHN

Wir haben dem Meister über die Schulter geschaut.

Die Baumwolle für die Papiererzeugung wird in Lagen geliefert. Zu Beginn wird die Pulpe, eine breiähnliche Masse aus kleinsten Zellstoffteilchen, hergestellt.

Feinste Baumwolle dient als Grundstoff für das hochwertige Büttenpapier.

Die Baumwollfasern werden dabei im mechanischen Mahlwerk des "Holländers" mit Hilfe rotierender Messer gekürzt, gequetscht und zerkleinert. Die Idee der mechanischen Bearbeitung der Fasern stammt aus Holland und wurde bereits im späten 17. Jahrhundert angewendet.

Fixe und bewegliche Messer im Holländer zerkleinern die Baumwolle.

Anschließend wird die Masse in der Bütte (daher auch der Name: Büttenpapier) mit Leim und Wasser vermischt und sorgfältig verührt.

Und nun geht es ans Schöpfen.

Durch das Mischen werden die Baumwollfasern zum Schweben gebracht.

Schöpfen

Der Überwurf, der Rahmen, der die Größe des Papiers bestimmt, wird mit den Händen auf das Schöpfsieb gepresst, in das Schöpfbecken getaucht und vorsichtig in waagrechter Position wieder herausgehoben. Durch den Schöpfrahmen bleibt die Pulpe am Sieb liegen.

Das Schöpfsieb wird mit dem Rahmen in die Pulpe eingetaucht.